Als einer der Gründe für die ersatzlose Streichung der Vorranggebiete zur Windenergienutzung im zweiten Fortschreibungsentwurf des Regionalplans Mittelthüringen wird gern der Tourismus genannt. Dass eine Windenergieanlage einen Einfluss auf das Landschaftsbild hat, ist unbestritten, aber führt dies auch zu einem Rückgang des Tourismus? Hierfür gibt es bislang keinerlei fundierte Belege – ganz im Gegenteil.
Windenergieanlagen sind sichtbare Zeichen des Klimaschutzes und des ökologischen Fortschritts. Sie führen nachweislich zu einem Imagegewinn der jeweiligen Region.
Nach der Studie „Touristische Effekte von On- und Offshore- Windkraftanlagen in Schleswig-Holstein“ des N.I.T. Institut für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa GmbH aus dem Jahre 2000 geben nur vier Prozent der befragten Personen an, dass sie Windenergieanlagen als ansatzweise störend empfinden. So werden zum Beispiel Hochspannungsleitungen als wesentlich größere Beeinträchtigung des Landschaftsbildes empfunden.
Darüber hinaus gibt es in Schleswig-Holstein und Niedersachsen mittlerweile sogar schon sogenannte „Energie-Radrouten“. Diese sind gekennzeichnet durch Rastplätze in regelmäßigen Abständen, an denen umfangreich und „hautnah“ über das Thema Windenergie informiert wird. Sie werden von den aktiven und umweltbewussten Urlaubern sehr gut angenommen und fördern die touristische Entwicklung des Landes.
Außerdem ist in den untersuchten Regionen kein negativer Zusammenhang zwischen der Entwicklung der Übernachtungszahlen und dem Ausbau der Windenergie feststellbar. Dies belegt auch eine Umfrage des Thüringen Monitors 2008. Demnach geben 63 % der 1.000 befragten Personen an, dass sie den Ausbau der Windenergie in Thüringen befürworten.







