Windenergie als Chance für Mittelthürigen

Schmelzende Polkappen, Dürren, Überschwemmungen und verheerende Stürme – man sieht und hört es fast täglich: der anthropogene Klimawandel schreitet mit großen Schritten voran. Die Energiekosten steigen zusehends, die Reserven der fossilen Energieträger neigen sich dem Ende zu.

Doch diese globale Entwicklung ist scheinbar spurlos an den Mitgliedern der Regionalen Planungsversammlung Mittelthüringen vorbei gegangen, denn ihnen sind die notwendigen Konsequenzen aus diesen Ereignissen offenbar nicht bewusst. Dabei liegt es auf der Hand: Die Abhängigkeit von importierten Rohstoffen muss eingeschränkt und der Ausstoß des Treibhausgases Kohlenstoffdioxid (CO2) reduziert werden.

Leider verhindert die Regionale Planungsversammlung Mittelthüringen die Entstehung erneuerbarer Energieprojekte. So wurden in der ersten Offenlegung des Fortschreibungsentwurfes für den Regionalplan Mittelthüringen zur Ausweisung vorgesehene Windeignungsgebiete ohne Angabe von belegbaren Gründen in der zweiten Offenlegung vom 20. November 2008 gestrichen. Auch in der dritten Offenlegung vom 5. Oktober 2009 wurde trotz massiver Proteste ein weiteres Windenergievorranggebiet gestrichen. Außerdem wurden zwei Bestandsgebiete neu in den Regionalplan aufgenommen, in denen aufgrund der bestehenden Windenergieanlagen ein weiterer Ausbau gar nicht möglich wäre. Folglich ist hierdurch ein Ausbau der Windenergienutzung vorerst verhindert. Dabei wurden schon im Regionalplan von 1999 nur zehn Gebiete mit einer Gesamtfläche von 682 ha zur Ausweisung vorgeschlagen, was einem Anteil von 0,18 % an der Gesamtfläche Mittelthüringens entspricht. Nun wird dieser verhältnismäßig geringe Anteil nochmals verkleinert und ein Ausbau der Windenergienutzung in Mittelthüringen blockiert. Dabei wurden die zuvor zur Ausweisung vorgeschlagenen Gebiete ausführlich und über Jahre hinweg auf ihre Verträglichkeit hinsichtlich Umwelt, Landschaftsbild und Beeinträchtigungen für die ansässige Bevölkerung überprüft und in der ersten Offenlegung für geeignet erklärt. Es wurden darüber hinaus in umfangreichem Maße Studien und Prüfungen durchgeführt, die eine Umsetzung der Windenergie auf sachlicher Grundlage klar befürworten. Die Argumentation der Regionalen Planungsversammlung Mittelthüringen hingegen scheint von Emotionen und Interessen einzelner Akteure beeinflusst worden zu sein und entzieht sich damit dem eigentlichen Ziel einer ausgewogenen Raumnutzung, in der auch die Windenergie eine sinnvolle und nachhaltig vertretbare Rolle einnimmt.

Im Interesse nachfolgender Generationen und all derer, die sich verantwortungsvoll für den Ausbau der Erneuerbaren Energien in Mittelthüringen engagieren, müssen die betroffenen Gebiete wieder in den Regionalplan aufgenommen werden.

Darum unterstützen Sie die Kampagne „Neue Energie für Thüringen“ und machen Sie mit!

Für einen Ausbau der Windenergie und gegen den Klimawandel und seine Folgen!